28. April 2026
Vom Pop-Punk zum Metalcore — Meine Musikreise seit 2009
17 Jahre Musikgeschmack auf Last.fm und Spotify — ein ehrlicher Rückblick auf Pop-Punk, Metalcore und alles dazwischen.
Ich höre Musik seit ich denken kann. Aber erst seit 2009 habe ich angefangen, sie auch wirklich zu zählen — mit Last.fm, dem Scrobbling-Dienst, der jeden einzelnen Song mitschreibt. Über 17 Jahre später habe ich mal tief in diese Daten reingegraben. Was ich gefunden habe, war nicht nur eine Playlist — es war ein Spiegel.
2009–2010: Der Pop-Punk-Einschlag
Meine ersten Jahre auf Last.fm sind ein Mix aus allem. Revolverheld, Banaroo, High School Musical, Ch!pz. Kein klares Genre, einfach alles was im Radio lief und irgendwie gut klang.
Dann, 2010, kam der Schlag: Green Day, Billy Talent, Boys Like Girls, The All-American Rejects. Das war Pop-Punk, und er hat mich sofort gepackt. Eingängige Gitarren, ehrliche Texte, dieser leicht rebellische Unterton — es hat sich richtig angefühlt. Green Day wurde in diesem Jahr meine #1, und sie haben diese Position nie wirklich wieder abgegeben.
2011–2013: Erste Härtung
2011 explodierte A Day to Remember bei mir mit über 2.000 Plays. Gleichzeitig kamen Asking Alexandria und System of a Down dazu. Der Sound wurde rauer, die Gitarren drückender.
2012 und 2013 war noch eine Übergangsphase — Simple Plan und blink-182 hingen noch dabei, aber die Richtung war klar. Ich wurde härter. Eine kurze Deutsch-Phase mit Die Toten Hosen und Alligatoah gehörte auch dazu, aber sie war eher ein Ausflug als ein Zuhause.
2014–2017: Metalcore wird heimisch
Ab 2014 war es keine Frage mehr. Linkin Park, Bring Me the Horizon, Rise Against — der Übergang war fließend aber unaufhaltsam. Pop-Punk war der Einstieg, Metalcore wurde das Zuhause.
2016 und 2017 waren dann konsequent: We Came as Romans, I Prevail, In Flames, Neck Deep. Wer meine Playlist damals aufgemacht hätte, hätte den Pop-Punk kaum noch gefunden.
2018 gab es kurz einen Ausreißer — Da Tweekaz und Hardstyle tauchten auf, nur für dieses eine Jahr. Ich erkläre mir das nicht mehr, aber die Daten lügen nicht.
2019–heute: Konsolidierung und Electric Callboy
Seit 2019 ist mein Geschmack angekommen. Electric Callboy hat ab 2020 alles andere übernommen — mit einem absoluten Rekord von 2.774 Plays allein in 2024. Das ist keine Lieblingsband mehr, das ist Heimat.
Dazu kamen neue Gesichter: Samurai Pizza Cats, The Butcher Sisters, BABYMETAL. Der Metalcore-Kern bleibt, aber er öffnet sich.
Was Spotify bestätigt
Als ich meine Spotify-Daten daneben gelegt habe, war das Ergebnis eindeutig:
| Zeitraum | Spotify #1 | Last.fm |
|---|---|---|
| Kurzfristig (~4 Wochen) | Samurai Pizza Cats | Last.fm 2026: #2 ✅ |
| Mittelfristig (~6 Monate) | Electric Callboy | Last.fm 2025–2026: #1 ✅ |
| Langfristig (Jahre) | Green Day | Last.fm: konstant seit 2009 ✅ |
Kein Widerspruch. Beide Dienste erzählen dieselbe Geschichte.
Fazit
Pop-Punk war definitiv mein Ding — aber nur von 2010 bis etwa 2013. Danach war es ein kontinuierlicher Weg Richtung Metalcore, und heute ist Pop-Punk nur noch ein kleiner Bestandteil eines breiteren Mixes.
Was mich am meisten überrascht hat: Ich bin meinen Bands treu geblieben. Green Day seit 2009. Electric Callboy seit 2020. Saltatio Mortis seit irgendwann auf Spotify, und auf Last.fm erst 2025 richtig angekommen — was bedeutet, ich hab die schon länger gehört, bevor ich sie auch bewusst gehört habe.
17 Jahre, ein klarer Roter Faden: Punk, Metalcore, und Bands, denen ich Zeit gebe.
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